| Carolin hat einen fürchterlichen Schock
und irrt blutverschmiert herum. Clarissa, die sich zu dieser Zeit im Schloßpark
befand, hat dies alles mitbekommen und sichert sich die Waffe als Beweismittel
gegen Carolin. Carolin muß wegen Mord ins Gefängnis, da alle
Beweise gegen sie sprechen. Clarissa ist der einzige Entlastungszeuge.
Doch sie unterbreitet Christoph einen widerwärtiges Angebot: Sie werde
für Carolin vor Gericht aussagen, dafür müsse er sie erneut
heiraten. Christoph lehnt zunächst selbstverständlich diesen
paradoxen Antrag ab, denn die Vorstellung, die Frau zu heiraten, die ihn
sein ganzes Leben lang belogen, betrogen und gegen ihn intrigiert hat,
ist für ihn unvorstellbar.Doch nachdem er erfährt, wie schlecht
es Carolin im Gefängnis ergeht und aus Angst um ihr Kind hat Christoph
keine andere Wahl mehr als Clarissas Plan zuzustimmen, in der Hoffnung
er könne sich nach der Hochzeit wieder scheiden lassen und sein weiteres
Leben mit Carolin verbringen. Auch Henning, der seinen Kummer in Alkohol
erträngt, ist zunächst angetan davon, seinen Vater auf diese
Weise für den Seitensprung mit seiner Frau zu bestrafen. Als Marie
von Clarissas Plan erfährt ist sie entrüstet und verlangt von
Clarissa, diesen Plan sofort aufzugeben und ohne Gegenleistung für
Carolin auszusagen.Clarissa will ihren Titel zurück, ihr gesellschaftliches
Ansehen und kann sich endlich bei Christoph und Carolin für die ihr
zugefügten Demütigen rächen. Als Marie ihr sogar die
Freundschaft kündigt, wenn sie diesen Plan fortführt, will sie
zunächst einlenken. Doch als sie vor Christoph steht, der in seiner
Verzweiflung Clarissa übel beschimpft, ist ihr Christophs Demütigung
doch wichtiger als ihre Freundschaft zu Marie. Auch Henning kann bald keinen
Gefallen mehr an Clarissas Plan finden, versteckt sich aber lieber hinter
einer Flasche Bier und seinem Selbstmitleid als ihr das Vorhaben auszureden.
Die Hochzeitsfeier findet statt, Christoph macht die ganze Zeremonie notgedrungen
mit und muß gute Miene zum Bösen Spiel machen. Clarissa entgeht
bei aller Selbstinszinierung wie groß für Christoph Clarissas
Demütigungen sind. Als auch noch Henning besoffen auf der Feier erscheint
und beinahe vor der Öffentlichkeit preisgibt, daß die angebliche
Liebesheirat ein abgekartetes Spiel ist, ist Christoph mit seinen Kräften
völlig am Ende. Der Betrug darf nicht auffliegen, sonst sagt Clarissa
nicht für Carolin aus. Außerdem hat er Carolin verschwiegen,
daß er sich nicht wieder sofort von Clarissa scheiden lassen kann,
denn dann könnte diese jederzeit ihre Aussage widerrufen. Die Vorstellung,
Clarissa ein Leben lang ertragen zu müssen ist für Christoph
untragbar geworden. Als sie nun auch noch Carolin vom Schloß jagt,
ist für Christoph klar, daß es keinen Ausweg aus dieser Situation
gibt. Er verabschiedet sich von seinen Freunden und nimmt sich das Leben.
Gerade, als er sich die Pistole an die Schläfe hält und abdrückt
kommt Clarissa ins Zimmer. Das Erlebnis geht selbst an Clarissa nicht spurlos
vorüber.....
[Monti] |